Die «richtige» Wahl

Kürzlich ist unser Staubsauger kaputtgegangen und eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Das neue Gerät soll, für uns selbstverständlich, möglichst wenig Strom verbrauchen. Wir also app auf topten.ch, da sind energieeffiziente Geräte aufgeführt. So weit, so klar, doch das Suchergebnis liefert rund 50 Treffer. Da fällt die Wahl nicht so einfach wie gedacht und die Preisspanne aller Geräte von mehreren Hundert Franken irritiert. Auch eine Sortierung der Treffer über die Gesamtkosten für Gerät, Stromverbrauch und Staubbeutel über 10 Jahre liefert uns keine Entscheidungshilfe. Welches ist denn nun das «richtige» Gerät für uns?

Nachdem wir alle nicht in Frage kommenden Geräte bezüglich nicht benötigter Zusatzfunktionen, Leistung usw. aussortiert haben, fällt uns ein Gerät auf, das mehrheitlich aus recyceltem Kunststoff hergestellt ist. Ob es gegenüber jenen Geräten, die noch ein bisschen weniger Strom verbrauchen als dieses, trotzdem eine bessere Ökobilanz hat? Wissen können wir das nicht, folgen deshalb unserem Bauchgefühl und entscheiden uns für dieses Gerät – im Glauben, das für unsere Ansprüche am besten geeignete Gerät zu kaufen.
              

topten.ch

«Raschelsäckli - ohne mich»

Die kostenlosen Plastiksäckli sind von den Kassen der Grossverteiler verschwunden. Seitdem Konsumentinnen und Konsumenten fünf Rappen bezahlen müssen, sei der Absatz um mindestens 80 Prozent zurückgegangen, verkünden die Medien. Offenbar geht es auch ganz gut ohne. Unverändert ist die Situation aber in der Früchte- und Gemüseabteilung, da sind die Einweg-Raschelsäckli omnipräsent. Kaufe ich einen Kürbis oder zwei Bananen, kann ich die Preisetikette einfach auf die Schale kleben. Doch beim Kauf von fünf Zwetschgen, drei Äpfeln und einem Kilo Trauben liegt der Griff zu je einem Raschelsäckli nahe – wenigsten da sind sie ja noch gratis.

Mindestens ein Grossverteiler hat eine tolle Alternative im Angebot. Die feinmaschigen Mehrweg-Beutel sind aus 100 Prozent schadstofffreiem und recycelbarem Polyester hergestellt und bis 30 Grad waschmaschinenfest. Das Spezielle daran: Auf dem seitlich angebrachten Fahnenetikett lassen sich Barcodes einfach anbringen und wieder entfernen.
Die Testphase hat gezeigt, dass die Beutel sehr grossen Anklang finden und so sind sie mittlerweile schweizweit im Angebot. Das zum Thema «Der/Die Einzelne kann nichts erreichen…».

Feriengrüsse

Wasser ist das umweltfreundlichste Lebensmittel, so steht’s in einer Studie aus dem Jahr 2014 (Jungbluth et al.). Unbeschwert können wir also die gesundheitlich geforderten zwei Liter (und auch mehr) pro Tag davon trinken – gemeint ist das Leitungswasser. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Es gibt Unterschiede, bei uns und im Ausland erst recht. Wer dort einmal im Restaurant einen Krug Wasser bestellt hat, weiss, was gemeint ist. Da schmeckt das stille Wasser aus der Flasche viel besser und die Markenhersteller sind uns auch bekannt. 
In Gourmet-Restaurants aber finden Sie Wasser aus der ganzen Welt: Quellwasser aus Dänemark, Gletscherwasser aus Kanada oder doch lieber Cloud Juice. Das ist Regenwasser, das auf einer Insel vor Tasmanien aufgefangen wird, ein sehr weiches Wasser. Keine Angst, wenn Sie sich nicht entscheiden können, hilft Ihnen der Wassersommelier gerne weiter. 

Nicht umsonst schlägt die Alpen-Initiative für den diesjährigen «Teufelsstein für Unsinnstransporte» das Fiji-Wasser vor. Nach deren Angaben verursacht der Transport einer Flasche in die Schweiz im Vergleich zur selben Menge unseres Leitungswassers rund 12´000-mal mehr CO
2. Und als ob das nicht schon genug «…» wäre, verkauft die Fiji-Water Stiftung das Wasser aus einem Grund, zur Verbesserung der Lebensqualität ihrer Inselbewohner. Die Fidschi-Inseln versinken wegen des stetig steigenden Wasserspiegels langsam im Meer.
              
So schön die Ferien im Nachbarland auch gewesen sind, das Schleppen der Wasserflaschen aus dem Supermarkt vermisse ich bestimmt nicht.

Alpeninitiative

«Papa, i han s'Kiki gschrottet!»*

Sie kennen das bestimmt auch: Kleine Ursachen haben manchmal eine grosse Wirkung. So erlebt bei unserer letzten Aufräumaktion im Treppenhaus. In der Ecke mit den Aussenspielsachen herrscht ein ziemliches Chaos. Zuunterst, weil länger nicht in Gebrauch, liegt das Kickboard. Genau in Augenschein genommen stellt sich heraus, dass der Federstift im Zusammenklapp-Mechanismus fehlt. «Seit wann?» –«Hm, schon länger.» – «Und wo der Stift?» – «Keine Ahnung!» Das Teil, immerhin im Wert eines feinen Essens im Restaurant, unbrauchbar – nur wegen des fehlenden Stifts. Obwohl ein Qualitätsprodukt, Ersatzteile gibt’s keine.

Die private Veloflick-Station in unserem Quartier mit dem Schild «Luft raus? Schraube locker?» hat mich schon oft zum Schmunzeln gebracht, sie gehört zu einer kleinen Werkstätte. «Reparaturen – praktisch alles» heisst es dort. Nicht nur, dass das Kickboard zum Preis einer Pizza über’d Gass wieder einsetzbar ist: Was der alles wieder auf Vordermann bringt! Sogar ein 3-D Drucker kommt zum Einsatz, wenn ein kleines Plastikteilchen abbricht und das ganze Gerät ausser Funktion setzt. Manchmal lohnt sich eine Reparatur eben doch

Und wo stehen wir heute? Bestimmt könnten wir jetzt neuere Studien darüber konsultieren. Oder wir atmen einmal tief durch (falls nötig) und gehen auf Entdeckungsreise, zum Beispiel auf einem der regionalen Märkte oder schärfen unseren Blick bei einem Rundgang durch die neue Sonderausstellung im Naturkundemuseum St.Gallen.

*«Papa, das Kickboard ist kaputt»

Vordermann - und was dahinter steckt

Eine kulinarische Weltreise

Das Gottlieb Duttweiler Institut hat im Jahr 2012 anlässlich einer Studie festgestellt, dass mehr Konsumenten als früher glauben, «dass Lebensmittel zu teuer verkauft werden und unanständig viel Geld damit verdient wird». Möglichst regional und «bio» müssten die Lebensmittel sein. Gleichzeitig seien mittlerweile Fair Trade ein Begriff und Nachhaltigkeit eine Erwartung, so die Studie. Die eigene Gesundheit stehe im Mittelpunkt der Essensentscheidung.

«Das Richtige zu tun, auch bezüglich Konsum, ist zunehmend zu einem persönlichen und gesellschaftlichen Imperativ geworden (…). Stets die «richtige» Essensentscheidung treffen zu müssen, kann Stress auslösen, obwohl eigentlich Genuss gefragt wäre» schreibt Mirjam Hauser in ihrer Studie.

Und wo stehen wir heute? Bestimmt könnten wir jetzt neuere Studien darüber konsultieren. Oder wir atmen einmal tief durch (falls nötig) und gehen auf Entdeckungsreise, zum Beispiel auf einem der regionalen Märkte oder schärfen unseren Blick bei einem Rundgang durch die neue Sonderausstellung im Naturkundemuseum St.Gallen.

Ausstellung: Wir essen die Welt

Bauernmarkt

Schnäppchenjagd

Der Frühling kommt und macht Lust auf Neues, auch im Kleiderschrank. Neue Schnitte, neue Farben, neue Muster: Alles aus der letztjährigen Kollektion ist out. Und es kommt noch schlimmer: Nicht im Rhythmus der Jahreszeiten, sondern beinahe monatlich werfen Billiglabel neue Kollektionen auf den Markt mit dem Ziel, Kundschaft auf allen Medienkanälen zu immer neuen Käufen zu animieren. Fast Fashion nennt sich diese Unternehmensstrategie. Jedes Preisschild hat eine Kehrseite, die dieser vermeintlichen Schnäppchen ist besonders unappetitlich.

Wie viel Nachhaltigkeit steckt wohl in einem Doppelpack T-Shirts, die teilweise aus Bio-Baumwolle gefertigt sein sollen und für unter 20 Franken angeboten werden? Wie gesundheits- und umweltschonend stellt eine Fabrik solche T-Shirts her? Und kann sich eine Näherin in dieser Fabrik mit ihrer Arbeit die eigene Existenz oder gar die einer ganzen Familie sichern?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben

Ausstellung im Textilmuseum St.Gallen

Public Eye

Naturgarten

In manchen Gärten sieht es noch nicht im herkömmlichen Sinn schön aus. Liegen gebliebenes Gehölz unter Büschen, Asthaufen mitten im Gras, das Gras von der Schneelast noch plattgedrückt. Doch genau hier fühlen sich Raupen, Käfer oder Spinnen wohl. Im Garten gehen einheimische Flora und Fauna von jeher eine Lebensgemeinschaft ein, bilden einen in sich geschlossenen und immer wiederkehrenden Lebenskreislauf. Biodiversität nennt sich das heute. 

Es eilt also nicht mit Aufräumen, Umstechen und Ansähen. Aber wenn dann Gartenabfälle, Strauch- und Baumschnitt anfallen, sollten sie zu Erde kompostiert werden und die dem Boden entzogenen Nährstoffe wieder zuführen. «Denn es ist ja nicht so, dass man in einem Naturgarten einfach alles wachsen lassen kann» weiss Urs Schwarz aus Solothurn, Biologe und Naturgärtner der ersten Stunde. 

Urs Schwarz: Der Naturgarten, Krüger Verlag, Frankfurt am Main

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gebraucht kaufen

Zeitgemässe Armaturen

Genauso, wie energieeffiziente Geräte in heute geplanten und (um-)gebauten Küchen eingesetzt werden, ist auch ein nachhaltiger Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser sinnvoll. Zeitgemässe Armaturen erfüllen die hohen Komfort- und Designansprüche in gleicher Weise, wie sie den Wasser- und Energieverbrauch optimieren. Denn selten ist die volle Durchflussmenge bei Armaturen gefordert und in vielen Fällen genügt ein reduzierter Wasserdruck, beispielsweise fürs Händewaschen oder beim kurzen Duschen. Um aber das Shampoo wie gewohnt aus den Haaren zu spülen, steht mit einem Knopfdruck auch der volle Wasserdruck zu Verfügung. Thermostate lassen sich auf eine gewünschte Temperatur einstellen und machen ein manuelles Mischen überflüssig. Falls jemand nur kurz die Hände abspülen möchte, der Mischer aber auf warm eingestellt ist, wird warmes Wasser angezogen. Bevor es aber aus der Armatur fliesst, sind die Hände sauber und das warme Wasser kühlt ungenutzt wieder ab. Darum sind für die Kaltwassereinstellung optimierte Armaturen dort sinnvoll, wo jeweils nur eine kleine Menge und nicht immer warmes Wasser entnommen wird.

Produkte finden

Jeder braucht ein Ventil – ein Thermostatventil

In älteren Wohnhäusern sind sie noch vereinzelt zu finden, die Handradventile an Heizkörpern. Haben Sie welche bei sich zu Hause? Dann sollten Sie diese durch Thermostatventile ersetzten. Das Nachrüsten ist einfach, steigert den Komfort, senkt den Verbrauch merklich und macht sich über die tieferen Heizkosten schon in ein bis zwei Jahren bezahlt.

An einem Thermostatventil lässt sich die gewünschte Raumtemperatur auf der Skala einstellen, von Stufe 1 für unbenutzte Räume bis Stufe 4 für Badezimmer. Bei Stufe 5 ist das Ventil vollständig geöffnet, was insbesondere im Sommer bei ausgeschalteter Heizung das Ventil entlastet und so das Material schont. Ein Thermostatventil hält die Raumtemperatur konstant, indem es sich schliesst, wenn beispielsweise tagsüber die Sonne oder einmal viele Personen im Raum für zusätzliche Wärme sorgen. Kühlt der Raum wieder ab und fällt seine Temperatur unter den gewählten Wert, öffnet sich das Ventil automatisch und der Heizkörper liefert solange Wärme, bis die gewünschte Raumtemperatur wieder erreicht ist. Aus diesem Grund ist es jedoch entscheidend, dass Sie das Thermostatventil schliessen, falls Sie bei offenem Fenster schlafen oder bevor Sie Räume lüften.

Weitere Tipps

Masterplan

Wir sind ein Land von Energiepionieren. Die Hirngespinste von einst sind heute Alltag und selbst die unmögliche Idee, die Welt in einem Solarflugzeug zu umrunden, ist Wirklichkeit geworden1). Doch nicht alle Einwohner unseres Landes sind versierte Tüftler oder risikobereite Visionäre. Darum hat der Bund die Energiestrategie 2050 breit ausgelegt mit dem Ziel, den CO2-Ausstoss zu senken. Oder besser gesagt – und darum geht es schlussendlich – der Erderwärmung entgegenzuwirken.

Mithilfe von Energiesparmassnahmen, höherer Energieeffizienz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien können wir alle im Rahmen unserer Möglichkeiten einen individuellen Masterplan schmieden. Dieser mag, für sich betrachtet, keine grosse Wirkung auf das Weltklima haben. Die Summe aller Taten aber ist es, die der Erderwärmung entgegenwirkt.

Energiesparmassnahmen
Alltag, Arbeit und Freizeit: Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Unsere Spartipps

Energieeffizienz
Nach einer kürzlich erschienene Studie des Bundes lohnt es sich, beim Ersatz oder Neukauf auf Bestgeräte zu setzen, denn Elektrogeräte werden immer effizienter.

Elektrogeräte brauchen immer weniger Strom
Bestgeräte auf topten.ch

Erneuerbare Energien
Mit der Wahl des Stromabonnements oder dem Beitritt einer Solargenossenschaft können alle ihren Willen zu erneuerbaren Energien bekunden.

Erneuerbare Energien


 

 

Wunschzettel

Wünsche erfüllen und anderen eine Freude machen – was gibt es schöneres. Bald ist wieder Weihnachten und damit die Zeit gekommen, auf die Festtage hin die sehnlichsten Wünsche seiner Liebsten zu erahnen. Aber was macht uns glücklich? Sind es die materielle Dinge mit ideellen Werten oder verhält es sich doch eher andersherum?

«Z'frede see»

Glücksforscher auf der ganzen Welt beschäftigen sich mit der Frage, was ein Mensch braucht, um ein glückliches Leben zu führen, und wie viel davon. Eines steht fest: Ein gewisses Mass an materiellen Gütern gehört dazu, aber darüber hinaus macht mehr davon eben nicht glücklicher. Chapf-Köbi, einer der letzten sennischen Menschen, behauptet: «So glücklich wie wir lebt niemand!». Ich dagegen kann mir ein solches Leben schlicht nicht vorstellen. Mein Alltag im 21. Jahrhundert ist digital und begleitet von künstlicher Intelligenz. Aber gleich jedem Hype nachrennen? Nom de Dieu!

Bestimmt werden Ihre Liebsten ganz besonders schätzen, wenn Sie sich bei der Wahl eines Weihnachtsgeschenks Zeit nehmen, um jemanden zu überraschen, anstatt den vermeintlich neuesten Gadgets aufzusitzen. Man kann behaupten, ein passendes Geschenk sei per se nachhaltig. Weil es verwendet und geschätzt wird, weil es lang anhaltend Freude bereitet und weil es in Erinnerung bleibt.

 

Wiisstanner Fazenettli

Z'frede see

Winterzeit ist Energiesparzeit

Unter diesem Motto findet am 29. Oktober, dem Tag vor der Umstellung auf die Winterzeit, der Energyday statt. Namhafte Firmen und Organisationen engagieren sich dabei, gemeinsam den Stromverbrauch im Haushalt zu senken.

Wir sind uns den Herausforderungen der Wegwerfgesellschaft bewusst und keiner will Teil davon sein. Selbstredend ist es da, Haushaltgeräte so lange einzusetzen, wie sie funktionstüchtig sind. Wenn dann ein Defekt auftritt, sind wir geneigt, auch ein älteres Gerät reparieren zu lassen, denn es ist ja sonst noch gut in Schuss – umwelt-bewusstes Handeln eben. Doch ist es das wirklich?

Den richtigen Zeitpunkt zu finden, um Haushaltgeräte zu ersetzen, ist von unterschiedlichen Kriterien abhängig und nicht immer einfach.

Ab wann lohnt sich die Reparatur eines defekten Haushaltgeräts nicht mehr?
Soll ich meinen alten Tumbler ersetzen, obwohl er noch funktioniert?
Ökologie schön und gut, aber wie sieht das finanziell betrachtet aus?

Je nach Art des Geräts fällt die Antwort unterschiedlich aus. Ein Kühlschrank ist im Dauerbetrieb, eine Mikrowelle dagegen vielleicht nur selten in Gebrauch und bei Wäschetrocknern hat die Technik in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Mit dem Geräteeffizienz-Check des WWF finden Sie heraus, wann welche Geräte ersetzt werden sollen. Die Energybox hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob sich die Reparatur eines defekten Geräts noch lohnt. Und energieeffiziente Bestgeräte finden Sie schliesslich auf topten.ch.

Geräteeffizienz-Check

Energybox

topten.ch

Click clean

Onlinespiele sind ja sehr beliebt, deshalb ein kleines Quiz. Ordnen Sie die drei Begriffe nach ihrem Wirkungsgrad (absteigend): Glühbirne, Benzinmotor, Computerserver. Die Antwort wird nicht wenige überraschen: Benzinmotor 3:1, Glühbirne 20:1, Server 100:1. Das heisst, die modernste der drei «Maschinen» hat bei weitem das schlechteste Verhältnis zwischen eingesetzter Energie und erzielter Wirkung.

Rund um die Uhr surfen wir im Internet, sind in sozialen Netzwerken online, speichern Daten in einer Cloud, teilen Musik, Bilder, Videos. Die Rechenzentren der Tech-Giganten laufen auf Hochtouren (siehe Quizfrage) und um sie zu kühlen, sind riesige Mengen Energie und Wasser nötig.

Wir haben es in der Hand

Und das ist wörtlich gemeint: Mit Google-Anfragen, Skype-Telefonaten, Spotify-Musikdownloads, Facebook-Likes und Instagram-Fotos hinterlassen wir einen gewaltigen ökologischen Fussabdruck, Tendenz steigend. Einige Tech-Giganten setzen mittlerweile in grossem Stil auf Öko-Strom aus Sonnen- und Windenergie. Wir sind es, die entscheiden, welche Dienste wir beanspruchen. Wir entscheiden, wie viele Daten mobil verfügbar sein müssen und wie viele Likes sinnvoll oder überflüssig sind. Und nicht zuletzt ist der Stromverbrauch um ein Vielfaches kleiner, wenn wir für eine Anfrage im Internet ein Smartphone zur Hand nehmen, anstatt dafür einen PC einzusetzen.

Building a green Internet

Fairphone – das ökologisch und sozial nachhaltige Smartphone

Tour de Suisse

Ferienzeit ist Stauzeit. Daran haben sich viele Automobilisten gewöhnt und stellen sich darauf ein. Dass sie dann aber nicht im Stau stehen, sondern der Stau sind, realisieren die wenigsten. Wer seine Reisezeit nicht als Teil einer Blechlawine bedauern, sondern sie aktiv erleben will, findet bei EnergieSchweiz eine spannendes (Ferien-) Angebot.

Bike4car bietet die Möglichkeit, sein Auto für volle zwei Wochen kostenlos gegen ein E-Bike zu tauschen. Damit und mit der ebenfalls kostenlosen App von SchweizMobil lässt sich eine individuelle Tour de Suisse planen. Von der Gesamtroute über einzelne Etappen bis zu den dazu gehörenden Übernachtungen erfüllt die App alle Ansprüche. Falls es gilt, grössere Strecken zu meistern, sind auch die Haltestellen des öV eingetragen. Veloferien in der Schweiz – noch nie war das Angebot so verlockend. 

Auch für den Alltag lassen sich mit Bike4car die Vorzüge eines E-Bikes testen. Für kurze und mittlere Distanzen kann ein E-Bike das Auto ersetzen. Wer aber zwischendurch dringend auf ein Auto angewiesen ist, dem schenkt Mobility Carsharing ein viermonatiges Testabo.

Bike4car

SchweizMobil

Hopp Schwiiz – so werden wir Europameister!

Seit Wochen hat sich unser Familienteam mental vorbereitet, Mannschaftsmitglieder auf ihre Fitness geprüft, eine taktische Ausrichtung und Varianten überlegt. Zwischen Teambesitzerin, -managerin, sportlichem Direktor und Trainer hat es viel gegenseitige Überzeugungskraft gekostet, eine ausgewogene Mannschaft zusammenzustellen, die die unterschiedlichen Anforderungen erfüllen kann.

Die Aufstellung

Im Kasten steht: Das Bier, im Nachbarort und mit regionalen Zutaten gebraut. Gleich davor wirkt der Ausputzer: Ein Waschmittel, so cool, dass es leicht verschmutzte Wäsche auch bei 20°C reinigt. Die Viererkette bilden baumlange St.Galler Bratwürste, die den Superstars aus Spanien (Chorizo) und Italien (Salsiccia) aber auch dem Geheimtipp aus Kroatien (Cevapcici) ebenbürtig sind. Im Zentrum spielt – als Denker und Lenker – die Zeitschaltuhr. Sie versorgt die beiden älteren elektrischen Geräte links und rechts gezielt mit Energie, weil diese altersbedingt für den Dauerlauf im Stand-by-Betrieb zu viel davon verbrauchen. Als hängende Spitze ganz neu im Team ist die LED Leuchte. Sie ersetzt die alte Funzel und sorgt mit viel weniger Strom für mehr Lichtpunkte. Zu guter Letzt in der Rolle des Knipsers ist die altbewährte Stromsparleiste, die schon so manchen Punkt geholt hat.

Ob die Schweizer Fussballmannschaft die EM in Frankreich erfolgreich abschliessen wird? Keine Ahnung, aber mit dieser Aufstellung und der taktischen Ausrichtung spielt unser Familienteam in der Liga für nachhaltiges Leben ganz vorne mit!

«Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding.»

Giovanni Trappatoni

nachhaltig leben

ENERGY CHALLENGE 2016

Was haben Tanja La Croix, Marco Fritsche und Renzo Blumenthal
gemeinsam – ausser, dass sie Ostschweizer sind? Neben Xherdan Shaqiri, Stress und weiteren bekannten Persönlichkeiten sind sie Botschafter für die ENERGY CHALLENGE 2016.

Die ENERGY CHALLENGE 2016 wurde von EnergieSchweiz lanciert und dreht sich um die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Ihr Ziel ist es, auf spielerische Weise Energiewissen zu vermitteln und die breite Bevölkerung zum Mitmachen anzuregen. Im Zentrum steht dabei das Verhalten im Alltag.

Herzstück der ENERGY CHALLENGE 2016 ist eine App. Mithilfe ein paar Fragen aus den Bereichen Mobilität, Elektrogeräte, Wohnen und Gebäude, Ernährung sowie Hobby und Konsum können Sie Ihr Profil erstellen und sich mit den Botschaftern vergleichen. Wetteifern Sie um Erfolge und Belohnungen und gewinnen Sie Energie, indem sie Tipps umsetzen. Mit der so gewonnenen Energie wird dann das Schluss-konzert von Musiker Stress in Bern durchgeführt.

 

  Energy Challenge 2016

Ein guter Tag hat 100 Punkte

Wir lesen, hören und sehen es beinahe täglich: Mit unserem allgemeinen Verhalten im Alltag und unseren individuellen Vorlieben beeinflussen wir das Klima. Um es im Gleichgewicht zu halten, müssen wir den Ausstoss von Klimagasen, vornehmlich CO2, reduzieren. Wie aber kann ich bei der Ernährung, beim Konsum, der Mobilität und beim Wohnen und Arbeiten positiven Einfluss nehmen?

Eine einfache Übersicht bietet die Idee «Ein guter Tag hat 100 Punkte». Auf der Internetseite lässt sich ein individueller Tagesablauf abbilden und der damit verbundene CO2-Fussabdruck errechnen. Die kritische Menge an Klimagasen entspricht 100 Punkten. Nach dieser Idee hat jeder Mensch jeden Tag 100 Punkte zu Verfügung.

Eine Vielzahl von Produkten, Tätigkeiten und andern Dingen des täglichen Lebens zeigen den Einfluss auf den Punktestand und können miteinander verglichen werden. So gesehen ist jeder Tag, an dem sich der Punktestand verringert, ein guter Tag.


  Ein guter Tag hat 100 Punkte

Wertstoffe

 

Downcycling – Recycling – Upcycling

Die Schweizer Bevölkerung nennt sich Weltmeisterin im Recycling – Chapeau! Aber wissen wir, was aus den Wertstoffen wird, nachdem wir sie korrekt ent – sorgt haben?

Recycling beschreibt nur einen Teil der Abfallaufbereitung: Produkte behalten durch Wiederverwendung der Wertstoffe ihre Qualität. Beispielweise werden aus gesammelten PET-Flaschen wieder PET-Flaschen hergestellt und damit Ressourcen- und Energieverbrauch reduziert. So auch beim Altpapier. Allerdings vermindert sich oft die Qualität des Wertstoffs. Man spricht von Downcycling, wenn aus hochwertigem Schreibpapier zum Beispiel Toilettenpapier wird. Die Königsdisziplin ist das Upcycling. Anstatt Dinge wegzuwerfen, können neue geschaffen werden. Ein berühmtes Beispiel ist der Lampenschirm aus – wieder aufgefüllten – Campari-Fläschchen.

Doch Obacht beim Kauf von Recycling-Produkten! Auf den ersten Blick mag eine Idee toll sein, kann sich aber als ökologisches Eigentor entpuppen: Aus Plastikflaschen hergestellte Outdoor-Funktionskleidung verbraucht Unmengen an Chemikalien und fossiler Energie.

Sammeln wir weiterhin weltmeisterlich und bewahren uns ebensolche Weitsicht beim Kauf von Recycling-Produkten.


Fakten Recycling

Ideen Upcycling

Clever Pendeln

Die arbeitende Bevölkerung der Schweiz pendelt im Durchschnitt rund 15 km vom Wohn- zum Arbeitsort und wieder zurück. Dabei benutzen etwas mehr als die Hälfte der Pendler das Auto als Verkehrsmittel. Gerade bei widrigem Wetter scheint auch ein kurzer Arbeitsweg komfortabler, schneller und günstiger zurückgelegt, wenn das Auto anstelle von Bahn oder Bus benutzt wird. Ist das wirklich so?

Ein kleiner Helfer im Internet gibt Antworten auf diese Frage und liefert in nur vier Schritten einen Kostenüberblick. Die Ergebnisse lassen aufhorchen und widerlegen zum Teil hartnäckig festsitzende Vorurteile. Denn das Pendeln mit dem Auto spart kaum Zeit und schon gar kein Geld. Die Kosten für die genannte Durchschnittsstrecke sind jährlich um einige tausend Franken tiefer, wenn diese mit dem öV bewältigt wird. Oder anders betrachtet: Um die Mehrkosten für das Pendeln mit dem Auto zu decken, muss man länger arbeiten, als eine mögliche Zeitersparnis mit einer Autofahrt überhaupt betragen kann.

Nicht alle Pendler können auf das Auto verzichten – aus verschiedenen Gründen. Diejenigen, die das Glück haben, können entspannt und sicher das Ziel erreichen und dabei viel Geld sparen.

 

Pendlerrechner

Beispiel 1
Strecke: Steinach – St.Gallen 13.5 km
Auto: Fahrzeit 15 Min. │ Kosten CHF 4'290.-
Bus: Fahrzeit 35 Min. │ Kosten CHF 1'287.-

Beispiel 2
Strecke: Wattwil – Wil 22 km
Auto: Fahrzeit 30 Min. │ Kosten CHF 4'422.-
Zug: Fahrzeit 23 Min. │ Kosten CHF 1'870.-

Lebensmittel-Label

Die Zeit der Feiertage rückt näher und mit ihnen die Zeit, in der wir gerne gesellig zusammensitzen. Einen grossen Stellenwert nimmt dabei das Essen und Trinken ein: das besondere Menue zu Weihnachten, der erlesener Tropfen zum Jahreswechsel und die Vollwertkost als Antwort auf die Schlemmertage davor. Beim Einkauf der Lebensmittel zu solchen Anlässen sind wir tendenziell wählerischer als im Alltag. «Gesund und natürlich sollen die Zutaten sein – so bio und nachhaltig produziert eben, ohne diese vielen E's halt» tönt es dann. Was verbirgt sich hinter diesen Schlagworten?

Den Überblick zu behalten, ist tatsächlich eine Herausforderung. «Swissness inside», «ökologisch» und «aus artgerechter Haltung», so ähnlich wird bald jedes Produkt beworben. Wo aber sind biologische Herstellung, Regionalität, Tierwohl, Ökologie und Sozialverantwortung ernstgemeinte Massstäbe und nicht blosse Worthülsen? Das haben Umweltverbände zusammen mit der Stiftung für Konsumentenschutz untersucht und die 31 (!) wichtigsten Labels auf dem Schweizer Lebensmittelmarkt bewertet.

Jede Person hat mit ihrer Ernährungsweise zu gut einem Viertel Anteil an der Umweltbelastung. Dazu gehört auch, dass wir durchschnittlich 320 Gramm Lebensmittel wegwerfen – täglich. Wer aber beim Einkauf auf diese Labels achtet, regionale und saisonale Grundnahrungsmittel den Halbfertigprodukten vorzieht und davon nur die erforderlichen Mengen einkauft, handelt ökonomisch und verantwortungsbewusst.

Labelfaltblatt im Taschenformat

Bewertung

Licht an!

Die vielgelobte «geschenkte Stunde Schlaf» soll uns wohl darüber hinwegtrösten, dass es draussen wieder stockdunkel ist – morgens, wenn wir aufstehen und abends, wenn wir wieder nach Hause kommen. Am längsten Tag des Jahres ist es ganze acht Stunden länger hell als am kürzesten und die Intensität des Sonnenlichts ist an trüben Wintertagen bis zu 50 mal schwächer als an sonnigen Sommertagen. Umso intensiver werden künstliche Lichtquellen eingesetzt.

Minus 50 Prozent Strom
So ungleich die Tätigkeiten in den einzelnen Räumen sind, so anders sind auch die Ansprüche an das Kunstlicht. Zeitgemässe Leuchten und Lampen nutzen den Strom effizient, indem sie, je nach Typ, das Licht bündeln oder streuen. Eine optimierte Beleuchtung kann den Stromverbrauch im Idealfall halbieren.

bei 100 Prozent Lichtqualität
Zu dunkle Räume wirken unbehaglich. Daher neigen wir dazu, zu starke Beleuchtungen zu installieren. Den Überschuss kann unser Auge grösstenteils ausgleichen – was wir gar nicht merken – oder wir dimmen die Beleuchtung. Aber Achtung: Beides verbraucht unnötig Strom.

Mit der passenden Beleuchtung vermindern Sie den vermeintlichen Winterblues also gleich doppelt: übers Auge und übers Portemonnaie.

Ratgeber

* Selbstverständlich ist in dieser Empfehlung die Graue Energie für den Rückbau des alten Geräts und zur Herstellung des neuen mitgerechnet.

Winterzeit

Die Nacht vom 24. auf den 25. Oktober dauert eine Stunde länger – die Schweiz stellt um auf Winterbetrieb. Jeweils am Tag vor der Umstellung auf die Winterzeit ist energyday. Namhafte Firmen und Organisationen engagieren sich seit 2006 jedes Jahr, um gemeinsam den Stromverbrauch im Privathaushalt zu senken.

energyday15

Entdecken Sie Stromfresser in Ihrem Haushalt einfach und schnell: Die energybox beurteilt mithilfe einfacher Angaben die Stromeffizienz Ihres Haushalts und Sie erhalten konkrete Optimierungsvorschläge. Falls Sie beim Beleuchtungsersatz unsicher sind oder rätseln, ein defektes Gerät zu reparieren oder zu ersetzen, bietet die energybox auch dazu eine Entscheidungshilfe.

energybox

Im Grundsatz gilt: Solange ein Gerät anspruchsgerecht und technisch einwandfrei funktioniert, soll es auch in Betrieb bleiben. Ab einem Gerätealter von etwa 10 bis 15 Jahren kann aber gerade bei Kühl- und Gefriergeräten die Ökobilanz* zugunsten eines Neugeräts kippen. Wählen Sie nur ein Topmodell der Effizienzklassierung, z.B. auf topten.ch, und lassen Sie das alte fachgerecht rückbauen – sonst verpufft die Einsparung gleich wieder.

topten

Den Sommer konservieren

War das jetzt ein Jahrhundertsommer oder nicht? Egal, das Wetter hat uns viele Sonnenstunden und einige Hitzetage beschert. Wie gerne werden wir uns an neblig-trüben Wintertagen daran erinnern und uns diese Kraft zurückwünschen. Könnte man doch nur die Energie des Sommers einfangen und konservieren. Kann man – zum Beispiel in einen Einmachglas!

Die Sommer- und Herbstmonate bringen eine wahre Fülle von Früchten, Obst und Gemüse hervor. Darin gespeichert ist – zusammen mit ganz viel gesunden Inhaltsstoffen, Vitaminen und leckeren Aromen – pure Sonnenenergie. Diese Köstlichkeiten lassen sich mit wenig Zeitaufwand lange haltbar machen, auch ohne sie einzufrieren.

Noch weitaus vielfältiger als die Anzahl Lebensmittel sind die Möglichkeiten zur Verwendung: Durch Einkochen lassen sich Säfte, pardon homemade smoothies, Konfitüren und Chutneys herstellen, für ein festliches Dessert können Früchte in edle Spirituosen eingelegt werden und Grillgemüse in Olivenöl zaubert einen Hauch Italianatà auf den Teller.

So sind regionale Lebensmittel auch ausserhalb der Saison vorrätig und schmecken – vielleicht gerade deswegen – gleich nochmal so gut wie im Sommer. 

Früchte und Gemüse aktuell

Grosses H oder grosses T wegen WWW

Überall ist es zu hören – im Zug, auf der Strasse, im Restaurant. Kommen Menschen gewollt oder auch nur zufällig ins Gespräch, ist das Thema Wetter allgegenwärtig. Dann wird draufloslamentiert und genörgelt: zu kalt, zu nass, zu windig oder gleich wieder zu heiss und dauernd dieses Hin und Her. Ob nun ein grosses H auf der Wetterkarte ein Hochdruckgebiet ankündigt oder ein grosses T sich nähert, die einen freut's – die anderen reut's.

 

Unbestritten ist aber, dass Aussagen wie «Zumindest das Wetter können wir Menschen nicht beeinflussen», schon lange nicht mehr stimmen. Denn jede Entscheidung, jede Tat bedeutet einen Eingriff in unsere Umwelt und hat Auswirkungen – schlussendlich eben auch auf das Wetter. Das komplexe Zusammenspiel von Wärme, Wasser und Wind reagiert sensibel auf kleinste Veränderungen. Das geschieht mal still und leise, mal mit einem Donnergrollen.

Vielleicht finden Sie in der Sommerpause ein paar leichte Momente, die Ruhe und die Musse, sich Gedanken zu machen über die Notwendigkeiten und Gewohnheiten des Alltags. Lassen Sie Ihre Fantasie fliegen und handeln Sie bewusst. Damit das Wetter bleibt, wie wir es kennen und schätzen.

 

Welchen Eindruck hinterlässt Ihr Lebensstil?

Mit 2000 Watt durch den Tag

Tapetenwechsel

Sommerzeit ist Reisezeit. Gerade jetzt ist die Sehnsucht nach zeitweiliger Veränderung am grössten: die Seele baumeln lassen, einfach einmal nichts tun, sich erholen und die Freizeit geniessen, etwas erleben, neues kennenlernen. Unsere Reiselust kennt kaum mehr Grenzen. Und das ist wörtlich gemeint, denn die Schweizer Bevölkerung unternimmt Reisen mit mehreren Übernachtungen zu drei Vierteln im Ausland.

Wie weit ist das Ferienglück entfernt?
Jene Destination, welche die individuellen Wünsche zu erfüllen vermag, muss nicht zwangsläufig auf einem fernen Kontinent liegen. Mit kurzen Reisewegen bleibt mehr Zeit für den eigentlichen Sinn des Urlaubs. Und falls der Weg das Ziel sein sollte, ist eine moderate Reisegeschwindigkeit sogar Voraussetzung.

Am Ziel
Wer Land und Leute entdecken möchte, dem empfiehlt sich, familiäre Unterkünfte, Gaststätten und Geschäfte zu bevorzugen, um regionale Eigenheiten und Spezialitäten kennenzulernen. Zu Fuss, mit Fahrrad, Bus oder Bahn unterwegs zu sein, bedeutet auch die Ruhe und genügend Zeit zu haben, Vielfalt und Besonderheiten der unbekannten Umgebung zu geniessen.

Setzen Sie auf sanften und nachhaltigen Tourismus, unterwegs und vor Ort:

Fair unterwegs – auf Reisen wie zu Hause

Verkehrsmittel und Reisezeiten vergleichen

Die Kraft der Sonne

Der Wonnemonat Mai steht ganz im Zeichen der Sonne. Ihre Kraft steigt spürbar und kann nun wieder üppig genutzt werden. Sie weckt unsere Lebensgeister und setzt buchstäblich Dinge in Gang.

Mit reiner Sonnenkraft lässt sich Wasser erwärmen. Von einer professionell installierten Anlage auf dem Hausdach über eine portable Gartendusche bis zum schwarzen Wassersack für unterwegs: Solarduschen macht immer Spass – überzeugen Sie sich!

Solarstrom bewegt Dinge klimaschonend. Die Photovoltaik-Paneelen sind in der Herstellung jedoch energie- und ressourcenintensiv. Anlagen für Häuser sind täglich in Gebrauch, haben eine Lebenserwartung von etwa 30 Jahren und produzieren nach etwa drei Jahren tatsächlich umweltfreundlichen Strom. Dagegen sind Solar-Aufladegeräte für Handys und andere Kleingeräte viel zu selten im Einsatz, als dass sich die graue Energie amortisieren würde.

Nutzen Sie Sonnenenergie mass-, sinn- und humorvoll:

Informationen zur Solarenergie

Anmeldung für neutralen Solarcheck

Do-it-yourself-Solarofen

Sonnenstunden

Haben Sie es auch schon gespürt? Genau, die ersten warmen Sonnenstrahlen kitzeln auf der Nase. Die trüben, nasskalten Tage werden weniger und die Sonne gewinnt wieder an Kraft. Sonnenlicht und Bewegung an der frischen Luft helfen dem Körper, von «Winterschlaf» auf «Aufwachen» umzustellen. Die Herstellung von Vitamin D und Serotonin werden angekurbelt – ganz ohne teure Arzneimittel.

Aufatmen können Matratzen, Decken und Kissen: Eine halbe Stunde in die Sonne gelegt, töten die UV-Strahlen Keime ab. Weder Chemikalien noch Gifte sind dazu notwendig.

Auch auf dem Teller macht die Sonnenenergie eine gute Figur und optisch etwas her. Die Vielfalt an saisonalen und regionalen Zutaten bietet im Frühling kurzzeitig aussergewöhnliche kulinarische Leckereien. Für die leichte Küche sind in diesen Monat Bärlauch, Brunnenkresse, Löwenzahn, Rhabarber und Spargel aktuell.

Fortsetzung folgt…

«Man sollte alles so einfach wie möglich sehen – aber auch nicht einfacher.»
Albert Einstein

Fasten 2.0

Nicht nur im Christentum, auch in vielen anderen Religionen und Glaubenshaltungen ist die Tradition des Fastens tief verwurzelt – sicherlich mit teilweise grossen Abweichungen der Regeln und Daten. Trotzdem liegt allen Variationen ein zentraler Gedanke zu Grunde: die Besinnung auf das wirklich Wichtige.

In vielen Bereichen unseres Alltags herrscht Überfluss. Informationen und Angebote beispielsweise sind kaum überschaubar. Was liegt da näher, als sich an das Gewohnte zu halten, denn Konstanz gibt Sicherheit. Ob der Auslöser nun religiös bedingt ist oder nicht, spielt weniger eine Rolle. Viel wichtiger dabei ist, gelegentlich persönliche Gewohnheiten und Rituale zu beleuchten und zu hinterfragen, in unserem Fall zum Thema Nachhaltigkeit.

 

Mit einer bewussten und enkelkindertauglichen Lebensweise beeinflussen wir vieles positiv: das eigene Wohlbefinden und das unserer Mitmenschen, unseren Lebensraum und unsere Umwelt.

Tipps für den Alltag

Wie viel Energie braucht ein gutes Leben?

Erdbeeren im Winter – Ein Klimamärchen

Es war einmal…«Der Planet der Ziemlichschlauen». So, oder so ähnlich, beginnt im Kino Climax der gleichnamige Trickfilm – eines der Highlights der aktuellen Sonderausstellung im Naturmuseum St.Gallen.

 

Flanieren Sie durch die inszenierte Shoppingmall mit Fashion Store, Multimedia-Abteilung, Job-Agentur, Zoohandlung und weiteren originell gestalteten Bereichen zu Themen wie Wohnen, Reisen, Energie und Lebensmittel. Erfahren Sie dabei, welche Möglichkeiten und welchen Einfluss auf Klima und Umwelt wir als Konsumentinnen und Konsumenten haben.

 

Wie gross ist die jeweilige Schale Erdbeeren, die ich bei der gleichen Menge CO2-Emission aus Südafrika, aus Ägypten, aus Spanien oder aus der Schweiz bekomme? Im Reisebüro erfahren wir, wie viel mehr CO2 eine Kreuzfahrt durch die Karibik als durchs Mittelmeer produziert, was zwei Wochen Tauchurlaub in Thailand für unsere Umwelt bedeuten oder in welchem Ausmass ein Trip mit einem Camper kreuz und quer durch die USA die Umwelt belastet.

Lassen Sie sich überraschen und inspirieren – noch bis zum 1. März 2015 im Naturmuseum St.Gallen. 

Machen Sie sich fit für die Zukunft mit dem CO2-Monitor

 "Der Planet der Ziemlichschlauen"-Trailer

Kochen und Backen

Da kocht der Chef, dort kochen Promis und manchmal kocht die Volksseele – Kochen liegt im Trend. Der Virtuosität sind dabei bekanntlich kaum Grenzen gesetzt. Ganz einfach dagegen ist der sparsame Einsatz von Energie, wenn…

…die Grösse der Töpfe und Pfannen auf den Inhalt und die Kochfläche
    abgestimmt ist. Nur wenn der Boden glatt und eben ist, wird die Wärme
    optimal übertragen.

…immer ein gut schliessender Deckel eingesetzt und nur falls nötig geöffnet
    wird – sinnvoll sind daher Glasdeckel.

… Speisen immer mit möglichst wenig Flüssigkeit zubereitet werden, weil
    Wassererwärmung sehr viel Energie benötigt. Ein Wasserkocher arbeitet
    um ein Vielfaches sparsamer.

…der Herd schon etwa fünf Minuten bevor die Garzeit abgelaufen ist
    abgeschaltet. Die vorhandene Restwärme reich aus, um Speisen
    fertig zu kochen│garen│braten.

…der Backofen nur dann vorgeheizt wird, wenn das Gericht besser gelingt,
    zum Beispiel Soufflés oder Blätterteiggebäck.

...alles ungenutzte Zubehör vorgängig entfernt wird.

…der Backofen im Umluftbetrieb heizt.

…die Ofentür nur wenn nötig geöffnet wird.

…die Nachwärme genutzt wird, indem der Backofen 10 bis 15 Minuten vor
    Ende der Garzeit ausgeschaltet wird.

Energieeffizienz von Kochmethoden

Der goldene Herbst – Start in die Heizsaison

Herbstzeit ist Marroni-Zeit, aber auch die Zeit der ersten Frostnächte und Nebelfelder am Morgen. Zeit also, die Heizung in Betrieb zu nehmen und zu optimieren. Damit sich Ihre Heizkosten nicht vergolden, ein paar Tipps zu Beginn der Heizsaison.

Eine angepasste Raumtemperatur sorgt für Wohlbefinden. Damit Heizkörper effizient arbeiten können, sollten sie weder durch Möbel verstellt noch durch Vorhänge verdeckt sein. Bleibt ein Heizkörper im oberen Bereich kalt, muss er entlüftet und möglicherweise Wasser im Heizsystem nachgefüllt werden.

Finden Sie Ihre Wohlfühltemperatur – im Wohnbereich nicht zu tief, im Schlafbereich nicht zu hoch. Denn ein einzelnes Grad weniger spart Ihnen rund
6 % Heizenergie und -kosten. Mit einem Thermostatventil lässt sich die Temperatur individuell für jeden Raum regeln. In selten genutzten Nebenräumen kann, aber nur bei geschlossenen Türen, die Temperatur auf minimal 15 Grad abgesenkt werden. Bei tieferen Temperaturen entsteht die Gefahr von Kondenswasserbilung. Zudem verschlingen zu stark abgekühlte Räume viel mehr Energie, wenn sie wieder erwärmt werden müssen, als wenn man sie durchgehend temperiert lässt.

 Der Heizkompass

 Heizen mit Köpfchen

Das hat sich gewaschen

Täglich wohlriechende Kleider zu tragen, bedeutet viel Wäsche waschen. Was zu Zeiten unserer Grosseltern noch mit Muskelkraft erledigt wurde, haben längst Maschinen übernommen. Zwar geht die Arbeit damit leichter von der Hand, energieintensiv ist sich nach wie vor. Um zwei Drittel und mehr lässt sich der Energieverbrauch senken, wenn die Waschtemperaturen nach unten angepasst werden. Nur für stark verschmutzte Kleidung können 60 Grad einmal erforderlich sein. Meist reichen jedoch Temperaturen ab 20 Grad vollends aus, denn Kaltwaschen ist bei richtiger Anwendung nicht nur hygienisch unbedenklich, es schont auch Gewebe und Textilien.

Am wenigsten Energie im Vergleich zur Menge der Wäsche verbraucht die Maschine dann, wenn sie nach den Angaben des Herstellers maximal beladen wird. Heutige Maschinen lassen sich auf einen programmierten Zeitpunkt hin automatisch starten, was im Einzelfall praktisch sein kann. Durch die längere Standby-Zeit verbraucht das aber auch mehr Energie, als wenn man die Maschine manuell startet. Wird anschliessend maschinell getrocknet, hilft das Schleudern der Wäsche bei möglichst hoher Drehzahl wiederum Energie zu sparen.

Ratgeber Kaltwaschen

Reparatur oder Neugerät?

Die besten Neugeräte

Kühl kalkuliert

Wenn Sie die Butter nicht mehr vom Brot kriegen, das heisst, wenn sie sich cremig streichen lässt, ist die Temperatur Ihres Kühlschranks richtig gewählt. Das rechnet sich, denn Kühlgeräte sind 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr in Betrieb. Ihr Anteil am Stromverbrauch im Haushalt beträgt rund ein Fünftel.

Wenn Sie zudem die Kühlzonen im Kühlschrank berücksichtigen, bleiben die Lebensmittel auch länger frisch. Wie auf einer Temperaturskala ist es auch im Kühlschrank unten kälter als oben.

Damit zurück zur Butter. Sie und andere Lebensmittel, die nicht leicht verderben, gehören in die oberen Fächer oder in die Türe des Kühlschranks.

Die Mitte des Kühlschrankes ist ideal für Milchprodukte aller Art.

Die Glasplatte über dem Gemüsefach bietet als kühlster Ort im Kühlschrank die Möglichkeit, leicht verderbliche Produkte aufzubewahren.

In den Fächern darunter herrschen ideale Verhältnisse, damit Obst und Gemüse lange knackig und frisch bleiben.

Apropos…

…Wird z.B. ein 10-jähriger Kühlschrank mit Gefrierfach durch ein A+++Gerät ersetzt, spart dieses in weniger als drei Jahren so viel Energie ein, wie für seine Herstellung (Graue Energie) nötig waren.

www.topten.ch

Fieber

„…Meine Stadt hat Fieber, sie tropft und klebt, wir haben schwere Glieder, der Kopf tut weh…“
lautet ein bekannter Liedtext zum Thema Sommerhitze. Wenn die Sonne niederbrennt und alles gnadenlos aufheizt, steigen die Verkaufszahlen für Klimageräte sprunghaft an. Doch eben solche Haushaltgeräte arbeiten ineffizient und entpuppen sich als wahre Stromfresser. Wer allerdings vorausschauend der Sommerhitze entgegenwirkt, kann auf solche Geräte verzichten und trotzdem – oder eben gerade deswegen – nachts gut schlafen.

Kühlmittel
Tagsüber geschlossene Fenster und Storen verhindern, dass Räume von der Sonne aufgeheizt werden. Schalten Sie auch alle nicht zwingend benötigten Elektrogeräte ab, denn sie produzieren stetig Abwärme. Wenn dann am Abend die Aussenluft abkühlt, öffnen Sie die Fenster und leiten so die dennoch aufgestaute Wärme durch kräftiges Lüften ins Freie.

Wohlfühlmittel
Daneben gibt es eine Vielzahl von Massnahmen, die Ihnen auch in tropischen Nächten zu einem erholsamen Schlaf verhelfen können. Manche empfehlen vor der Nachtruhe eine lauwarme (keine kalte oder heisse) Dusche, einige bevorzugen danach kühlende Hautlotionen mit Minze- oder Zitrusöl und wieder andere schwören auf eine Wärmflasche an den Beinen – allerdings gefüllt mit Eiswasser. Verwenden Sie generell Ihnen angenehme Schlafkleidung sowie Bettbezüge und –decken aus leichten Stoffen.

Hilfsmittel
Falls es trotzdem nicht ohne technische Hilfsmittel geht: Setzen Sie einen Ventilator ein anstelle eines Klimageräts und achten Sie beim Kauf auf ein effizientes und leises Modell.

Die Energieetikette für Raumklimageräte

Ist Ihr Fussballteam weltmeisterlich?

Millionen fiebern dem Sportanlass des Jahres entgegen: Die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 steht bevor. Denken auch Sie – wie viele andere – gerade jetzt über eine Neuanschaffung eines Übertragungsgeräts nach? Egal mit welcher Aufstellung: Ob über TV mit Set-Top-Box oder über Beamer und Home Cinema mit Surround Sound, zeitversetzt mit einem Rekorder, auf einem PC mit Monitor, Notebook, Tablet, oder Mobile Phone ( – und werden Fussballspiele überhaupt noch im Radio übertragen?). Für den uneingeschränkten Sportgenuss stehen auch zu jeder taktischen Variante die passenden Geräte bereit.

Falls Ihr Gerät den Fitnesstest auf die WM hin nicht besteht und Sie sich für einen Neukauf entscheiden: Schiessen Sie kein Eigentor, indem Sie auf verbales Grätschen und billige Aktionen hereinfallen. Achten Sie vielmehr in erster Linie auf stromeffiziente Geräte. Aktuell an der Tabellenspitze sind A++ TV-Geräte.

Aber auch wenn Ihre Geräte weiterhin zur Stammelf gehören, haben Sie Möglichkeiten, deren Leistung zu optimieren und damit den Stromverbrauch zu senken. Schalten Sie nicht gebrauchte Geräte ganz ab, einzeln oder in Gruppen bequem über eine Steckerleiste. Ansonsten verbrauchen diese Geräte im Stand-by Modus unnötig Strom. Dasselbe gilt übrigens auch für Ladestationen von mobilen Geräten. WLAN Router können beispielsweise mit einer Zeitschaltuhr gesteuert werden. So verbrauchen sie weder unnötig Strom, z.B. wenn Sie nicht zu Hause sind, noch produzieren sie unerwünscht Strahlung, z.B. wenn Sie schlafen…

…und damit Sie nicht ins Abseits* laufen:
Machen Sie den Stromcheck auf
www.energybox.ch

und finden Sie stromeffiziente Neugeräte auf
www.topten.ch

*“Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift“
Franz Beckenbauer

Gefriergeräte abtauen

In den Sommermonaten haben Gefriergeräte viel zu leisten. Eine dicke Eisschicht auf dem Wärmetauscher bedeutet, dass die Pumpe mehr Leistung bringen muss und dem entsprechend mehr Energie verbraucht. Die Eisschicht erhöht den Stromverbrauch und verringert die Kühlleistung.

Nutzen Sie daher die Frühjahreswochen und noch kalten Nächte, in denen man empfindliche Lebensmittel im Freien kühlen kann, um die Eisschicht zu entfernen. Gerade bei älteren Geräten wird empfohlen, den Gefrierschrank ein- bis zweimal im Jahr abzutauen und dabei komplett zu reinigen - spätestens aber, wenn die Dicke der Eisschicht einen Zentimeter erreicht.

Falls ein älteres Gerät defekt ist oder Ihren Ansprüchen nicht mehr gerecht wird, ersetzen Sie es durch ein stromeffizientes Neugerät. Das lohnt sich sowohl finanziell wie auch ökologisch– und dank der NoFrost-Technologie brauchen Sie das Gerät nicht mehr abzutauen.

Topten